In Buchläden hat man es als Autor schwer 12.03.2012

Es klingt für den Unbeteiligten paradox. Aber in Buchhandlungen sind Autoren nicht unbedingt gern gesehene Gäste. Wieso das? Tja – sie öffnen die Ladentür, kommen herein und sehen aus wie Kunden. Doch oft genug sind sie nicht als Kunden unterwegs, sondern als Anbieter. Sie bitten darum, Flyer auszulegen oder Plakate. Oder sie fragen nach Lesungsmöglichkeiten. Dinge, die Platz oder Geld kosten. Die Abneigung mancher Buchhändler gegenüber Autoren scheint somit aus einseitig wirtschaftlicher Sicht eine nachvollziehbare Reaktionweiterlesen

Wie verplant man Zeit, die man nicht hat? 01.01.2012

Wie verplant man Zeit, die man nicht hat, die man aber braucht? Es gibt wohl nur eine Lösung: Entrümpeln! In diesem neuen Jahr stehen so viele Projekte in meinem Autorenalltag an, dass ich gezwungen bin, meinen Alltag neu zu organisieren. Alles, was nach Zeitverschwendung riecht, soll Opfer der Entrümpelung werden. Aber was ist denn nun unnütz? Ich glaube, vor diesem Problem steht jeder, der sich eine Selbstständigkeit aufbauen möchte.

Es gilt zu Planen:

Die Öffentlichkeitsarbeit: Aktualisierungen von drei Blogs, einer Facebook Autorenseite, eines Twitter-Kontos, einer Romanseite. Gestaltung und Erstellung von Flyern, Bewerbung um Lesungen, Vorbereitung von Lesungen…

Die eigentliche Schreibarbeit: Überarbeitung des Romans, der im Sommer veröffentlicht wird. Schreiben meines neuen Romans. Schreiben eines Kurzromans. Schreiben für einige Wettbewerbe. Schreiben für eine humorvolle Serie, die einen Verlag finden soll…

Neue Projekte: Agentur- und Verlagssuche, Teilnahme an Projekten der Künstlervereinigung, Vorbereitung der Internetseite für meine Kindergeschichten, neue Literatur-Kleckse malen, Lesen fremder Bücher, und und und …

… und die vielen Dinge, die mich noch überraschen werden. Wo also ansetzen?

Ansatz 1: Die Blogs! Sie sollen nur noch einmal wöchentlich, dafür qualitativ hochwertiger bedient werden. Kein Stöbern in Statistiken zwischendurch! Keine Outfitverbesserungen mehr! Kein allzu langes Stöbern in anderen Blogs (Seufz). Kennt ihr das? Alleine davon verspreche ich mir eine wesentliche Zeitersparnis.

Ansatz 2: Die Internetseite Heike-Vullriede-for-Kids wird verschoben auf nächstes Jahr. So schwer es fällt. Man muss Opfer bringen.

Ansatz 3: Feste Einplanung der Stunden, in denen ich schreibe. (Ausnahmen bestätigen die Regel)

Ansatz 4: Genauso wichtig scheint mir die Einplanung der Stunden, in denen ich nicht schreibe! Zeit für die Familie. Zeit für Sport. Zeit für mich. Entspannung.

Ist nicht gerade dieser letzte Ansatz der wichtigste? Ich bin gespannt, wie ich es schaffe, mich selbst zu organisieren.


Autorenalltag von der schönsten Seite 03.11.2011

Es gibt anstrengende Tage im Alltag eines Autors. Tage, an denen man an sich zweifelt. Tage, an denen der Geist so sprudelt, dass man es kaum auf Papier bekommt. Ja -auch so etwas ist anstrengend. Tage, an denen man Termine unter einen Hut bekommen muss. Es gibt aber auch wunderschöne Seiten. Schreiben im Garten etwa, bei Sonnenschein und warmer Luft. Oder der Tag, an dem ein Verlag, nach der Leseprobe, nicht nur das gesamte Manuskript anfordert, sondern auch eine Zusage für eine Veröffentlichung im Verlagsprogramm anbietet. Und so etwas ist mir passiert. Ich kann es kaum glauben. Gerade dann, als ich darüber nachdachte, selbst zu veröffentlichen. Ich hatte bereits Kostenvoranschläge von Druckereien eingeholt. Mit Preisunterschieden von mehr als Zweitausend Euro! Auch das Angebot eines Verlages, der ohne Lektorat und Korrektorat veröffentlicht, reizte mich. Aber beide Möglichkeiten hatten einen gravierenden Nachteil. Ich, als Autorin, hätte alles selbst verantworten und entscheiden müssen. Denn – mein Budget ist begrenzt. Es ist eigentlich gar nicht vorhanden. Außer dem Druck auch noch einen freien Lektor zu bezahlen – nicht finanzierbar. Deshalb bin ich so froh über diesen Tag in meinem Autorenalltag. Froh, mein Manuskript jetzt in professionellen Händen zu wissen. Es ist ein junger aufstrebender Verlag Luzifer Verlag Steffen Janssen aus Ahlen, der meinen Roman Der Tod kann mich nicht mehr überraschen verlegen möchte (voraussichtlich im Sommer 2012). Was das für mich bedeutet, wird mir erst jetzt so richtig klar. Es befreit mich von sehr viel betriebswirtschaftlich geprägter Arbeitszeit, die mir zum Schreiben fehlt. Ich kann mich auf das Schreiben konzentrieren, auf den Kontakt zu meinen Lesern und auf die Lesungen. Unterstützt durch meinen Verlag. So, wie ich es mir immer gewünscht habe. Was ich mir jetzt noch wünschen kann, ist mit dem Verlag als Autorin zu wachsen.

 

Die Sache mit der Kladde 18.09.2011

Die Sache mit meiner Kladde ist nun auch offiziell. Jetzt gibt es einen Zeitungsartikel über meine Arbeit. Ich freue mich über diesen Artikel und finde ihn gelungen. (Naja – ich hätte schon vorher noch zum Friseur gehen können). Es ist seltsam, wenn man sich selbst in der Zeitung abgelichtet sieht. Aber ein Autor muss öffentlich werden, damit Leser ihn entdecken können. Da kommt man nicht drum herum. Ich möchte schließlich auch mal Lesungen halten. In jeder freien Minute die Kladde zur Hand

Sind Notizbücher Kult? 18.09.2011

Kann es sein, dass Notizbücher und Kalender zur Zeit Kult sind? Den Eindruck hatte ich zumindest, als ich gestern auf die Suche nach MEINER KLADDE war. Denn, es darf nicht irgendeine Kladde sein. In Sachen Schreiben scheine ich irgendwie abhängig von einer bestimmten Art von Notizbuch zu sein. Das musste ich feststellen, als ich eine preiswertere Variante ausprobieren wollte. Nein, das ging gar nicht! Das Papier muss immer gleich sein: dünn, leicht gelblich und die Linierung nicht zu dick, sodass sie nicht stört,wenn man sie überschreibt.

Eigentlich blöd, dass man sich so festfrisst an Äußerlichkeiten. Schreiben könnte man auch auf alten Schmierzetteln, in Sand oder auf einen Stein. Alles ist geduldig. Nur der Kopf macht da nicht so mit, wie man es will. Zumindest nicht so schnell. Ich bin also auch ein Gewohnheitstier. Wie alle anderen. So ist das. Unbegrenzte Kreativität scheint mir nicht gegeben.

Das scheinen auch die Anbieter solcher Notizbücher zu wissen. Da wird ein besonders interessanter Deckel drauf gesetzt und schon explodiert der Preis. Mein Notizbuch hat einen schlichten Einband. Trotzdem ist es ein teures Vergnügen. So muss ich leider, leider immer tief in die Tasche greifen, um DIE KLADDE zu besorgen. Ich denke, ich werde sie mir demnächst zum Geburtstag schenken lassen.

Auf Verlagssuche 11.09.2011

Liest man die Hinweise der großen Verlage zur Manuskripteinreichung, fühlt man sich wie ein Bettler. Es liest sich so ähnlich wie: „Eigentlich wollen wir ihren Roman sowieso nicht. Aber, wenn Sie sich gar nicht davon abhalten lassen wollen, dann schicken halt eine Leseprobe. Rechnen Sie aber nicht mit Antwort. Und schon gar nicht mit irgendwelchen Aussagen, warum wir Ihr Manuskript nicht brauchen. Und zurück schicken wir überhaupt nichts. Ach ja – und fragen Sie bloß nicht nach.“

Mit anderen Worten, es liest sich zutiefst entmutigend. Ein paar Mal habe ich es dennoch versucht. Manche Verlage antworten tatsächlich nicht. Von anderen Verlagen gab es Standardabsagen. Zum Beispiel: „… passt nicht ins Programm…“. Meistens: „… sehen wir leider keine Möglichkeit …“. Einmal: „ … leider nicht …sind aber schon gespannt, in welchem Verlag wir Ihren Roman demnächst wiederfinden werden …“. Na toll!

Eines Tages forderte ein kleinerer Verlag das komplette Manuskript an. Ich beeilte mich, es zu verschicken. Monate später wagte ich dann doch mal, nachzufragen. Man teilte mir mit, dass man leider gerade umstrukturierte auf junge Leser. Auch toll! Vielleicht hätte man mir das etwas eher mitteilen können. Eine Email zu verschicken, ist ja nicht sooo aufwändig.

Ich gehe davon aus, dass die Verlage wirklich sehr viele Manuskriptangebote bekommen. Vielleicht ist wirklich kaum zu bewältigen. Trotzdem finde ich, dass die Schriftsteller diese Behandlung nicht verdient haben. Auch heute bekannte Autoren, waren mal unbekannt. Es wäre schön, wenn man eines Tages wieder zu mehr Respekt und Höflichkeit gelangen könnte.

 

Ganz unkreative Wortfindung 06.08.2011

Lesehäppchen demnächst auf neuer Seite 30.07.2011

Ein Exposé zu schreiben macht keinen Spaß 24.07.2011

Manuskript fertig – und jetzt? 17.07.2011

Ich muss feststellen 12.07.2011

Manuskriptarbeit ist mühsam 08.07.2011