An manchen Tagen

könnte ich auf den Körper gut verzichten

Da würde der Geist mir völlig reichen

Dann lege ich es ab, das lästige Fleisch

Habe genügend Wolle im Kopf

damit ich mir was zusammenspinnen kann

um mir was Schönes daraus zu stricken

in dem ich mich ausruhe dann

Muss nur aufpassen

dass ich mich nicht verirr

die Fäden sich nicht verknoten

die Gedanken zerfransen

ich mich verlier

Manchmal muss ich ihn eben doch wieder neu füttern

den hungrigen Geist

Da käme mir mein Körper wieder sehr gelegen

Über Heike Vullriede

Autorin - ich schreibe Romane, Kurzgeschichten und Lyrik

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